Biss

DER BISS DER STILLEN FRAUEN
Ein literarisch-musikalischer Abend

mit der Schriftstellerin Gisela Steineckert,
der Schauspielerin und Sängerin Angelika Neutschel,
der Pianistin Irene Wittermann
oder dem Pianisten und Komponisten Manfred Schmitz.

Es sind Lieder und Texte zu hören von Gisela Steineckert und Erwin Berner.
Eine Musikerin, eine Schauspielerin und eine Autorin setzen ein Bild zusammen:
So waren die Frauen, so sind sie, so sollten, wollten und könnten sie werden. Vom Tango im Luftschutzkeller, von den Frauen, die allein bleiben und falschen Trost suchen, vom Mann, der versteht oder nicht versteht, daß sich das Leben geändert hat und er sich also auch ändern muß.
Frauen nehmen die Herausforderung an. Sie arbeiten, strecken sich, streben und versuchen, Boden unter die Füße zu kriegen. Weg mit alter Stutenbissigkeit, her mit der Chance, sich beizustehen. Nicht gegen die Männer, sondern gegen die Zeitverschwendung, unnötige Einsamkeit, geistiges Stehenbleiben, Nachhinken, falsche Anpassung. Ein Hohelied der Liebe, dem Risiko, dem Versuch, das Leben nicht nur im eigenen Umkreis zu begreifen.

Unser Programm soll soweit unbequem sein, daß wir am Ende das Wichtige gesagt und mit Lachen Einsicht erzielt haben.

Aus der Presse

... Die künstlerischen Mittel der beiden stimmen so ineinander, daß der Abend ein wirklicher Genuß war im Hinblick auf das Mitdenken, das Begreifen und Suchen nach sehr persönlichen Antworten. Die Steineckert demonstriert hier Denkprozesse in einer ästhetischen Qualität, die niemanden unberührt läßt. Ab und an setzt sie satirische Mittel ein, die gleichsam dieser Qualität Rechnung tragen. Das Spannungsfeld, das beide aufbauen zwischen den ruhigen, manchmal leisen, manchmal umgangssprachlich frechen Textpassagen der Schriftstellerin und den engagierten kraftvollen Liedern der Neutschel, schafft eine Erlebniswelt, die in weiter Entfernung von den damaligen Tulpen und dem Frauentagsklatsch liegt. Die außerordentlich gute Musik von dem exzellenten Pianisten und Komponisten Manfred Schmitz verlieh dem Abend zusätzlichen Glanz und machte das Kunstereignis perfekt.
(Spreebote am Sonntag)