Tanz

LEBENSTANZ -
kabarettistische Revue für eine Schauspielerin

nennt Schauspielerin und Sängerin Angelika Neutschel ihren neuesten Bühnenabend. Er verspricht dem Publikum eine kabarettistische Revue. Revue nicht im Sinne von Tanz und Flitter, sondern gedacht als menschlicher und zeitpolitischer Bilderbogen. Sehr farbig, sehr frech, sehr nachdenklich. In dreißig zumeist gesungenen Nummern erscheint Angelika Neutschel dem Publikum als desillusionierte Dirne, Blasmusik liebendes Kind, verlassene Ehefrau, Möchtegernvamp, korrupter Entertainer, gewiefter Opportuner und als sie selbst. Von Nummer zu Nummer wechselt die Darstellerin auf offener Bühne das charakterliche Hemd. Ebenso wechselt sie den Blickwinkel, unter dem sie Leben betrachtet. Aus der Nähe, aus der Ferne. Von vorn, von hinten. Von unten, von oben. Aus der Gegenwart und aus der unleugbaren Vergangenheit. So sind die Texte des Autors Erwin Berner gemeint. So hat sie Komponist Manfred Schmitz vertont. So bringt sie Angelika Neutschel in der Regie von Erwin Berner, gemeinsam mit der Pianistin Irene Wittermann und Saxophonist Clemens Arndt dem Publikum dar: sanft, scharf, hintersinnig, verderbt, klug. Eben die ganze Palette. Der ganze Tanz. LEBENSTANZ...

Aus der Presse:

Angelika Neutschel hat etwas zu sagen. Es ist auch ihr Leben, sind ihre Erfahrungen, die sich in den Liedern des Texters Erwin Berner und des Komponisten Manfred Schmitz widerspiegeln... A. Neutschel singt, spricht, flüstert. Sogar ihre Arme, ihre Finger erzählen mit. Im Verein mit ihren Musikern ist sie ganz Musik.

(Märkische Allgemeine, E. Steyer)

Angelika Neutschel spart nichts aus, auch nicht, was weh tut: die Begegnung mit der frühen Liebe, nicht den Spott über selbstverliebte Eltern, die Parodie auf politische Versprechen, nicht die Peinlichkeit der alltäglichen TV-Talkshows.

(Steffi Schweizer ND 2002)

Sie hat eine rauhe, wandlungsfähige Stimme und profunde schauspielerische Ausbildung. Das Publikum profitiert von der unwahrscheinlichen Vielseitigkeit der Sängerin, die vom sanftmütigen Liebeslied ad hoc zur rachelüsternen Furie "umsteigen" kann.

(Freies Wort, 2002)